| Für den Matrosen ist Wind nicht bloß eine Bewegung von Luftschichten, sondern eine der elementare Vorraussetzung der Fortbewegung. Er bestimmt in gewisser Weise die Richtung, die Geschwindikeit und auch den Ausgang der Reise. Vom Wind hing das Vorankommen des Menschen ab, auch im übertragenden Sinne, davon, wie er ihn nutzte oder ihm widerstand. In alten Zeiten, noch im 19. Jahrhundert, war deshalb Wetterkunde von existentieller Bedeutung für Seeleute, und Wetter hieß für den Seemann immer soviel wie Wind. Die Segelschiffe waren Abhängig von seiner Gewalt und seien "Launen".
Wind, Wellen und Segel sind für den Seemann nicht drei - sondern ein Begriff Die ursprüngliche Bedeutung von Wind ist wehen, "Wind" also der Wehende. In der Geschichte der Seefahrt entstanden mit der Wurzel "Wind" die verschiedensten Bezeichnungen zu Winden, die die Richtung bestimmten. Für bestimmte Breiten oder Seegebiete bekannt sind der Monsun und der Passat, auch die "braven Vierziger". Himmelsbesen hieß im 18. Jahrhundert der Nordwestwind, "weil er gleichsam den Himmel von Wolken rein kehrt". "Achterlicher Wind" war Schiebewind, raumerWind bracht Fahrt, der Wind "mallt" - er spielt verrückt, so einige "Wind"bezeichnungen. Vieles könnte über das Thema "Wind" erörtert werden, doch einschlägige Litaratur zeigt uns dazu viel Wissenswertes. Zur einheitlichen Definition von Windstärken wurde nach Beafort eine Klassifizierung von 0 - 12 vorgenommen und wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: |
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der Windstärken |
m/s |
des Seeganges |
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